Revision 21 as of 2011-02-22 00:48:39

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BSSID-Vereinheitlichung

Vereinheitlichung und Internationalisierung der BSSIDs

Da in Zukunft eine Erweiterung der für Ad-Hoc (IBSS) verwendeten Frequenzbänder zu erwarten ist und der Fall eintreten könnte, dass verschiedene Freie Netzwerke zusammenwachsen (z.B. Graz/Maribor) gab es im Februar 2011 eine Diskussion auf der tech-Mailingliste.

Dieser Artikel stellt eine Zusammenfassung der in der Diskussion genannten Punkte sowie eine allgemeine Sammlung relevanter Informationen dar.

Die Grundfragen

Was soll kodiert werden?

  • Kanal/Frequenz?
  • Polarisation

Wie viel Platz muss bleiben?

Der aktuelle Stand

Im 2,4GHz-Band ist die ESSID prinzipiell "graz.funkfeuer.at", es können (sollen) aber Kanal und Polarisation durch v (vertikal) und h (horizontal) + Kanalnummer angegeben werden. Bsp.: v9.graz.funkfeuer.at

Es wird diskutiert zu Werbezwecken dies auf http://graz.funkfeuer.at/v9 zu ändern, was bei den meisten Geräten auch einseitig (ohne Übereinstimmung mit den anderen Geräten) gemacht werden kann, solang die BSSID bei allen miteinander verbundenen Geräten gleich ist. Diese Idee wird von einigen bis vielen begrüßt und unterstützt.

Die BSSID ist im 2,4GHz-Band prinzipiell Kanalnummer + :CA:FF:EE:BA:BE. Bsp.: 01:CA:FF:EE:BA:BE -> Kanal 1

Jedoch gibt es historisch bedingte Ausnahmen, nämlich v3 und v8. Dort ist die BSSID 02:etc. Ich meine es besteht ein Konsens, dass dies zukü nftig vereinheitlicht werden soll.

Im 5GHz-Band gibt es keine solche Übereinkunft, da bei uns derzeit keine 5GHz-Ad-Hoc-Netze betrieben werden [Max], was nicht immer so bleiben muss. Hier hätten wir dann ein Problem: Die Kanalnummern wären teilweise dreistellig.

Andere Gruppen

https://kifuse02.pberg.freifunk.net/moin/channel-bssid-essid

http://osdir.com/ml/org.freifunk.wlanware/2006-12/

http://comments.gmane.org/gmane.org.freifunk.berlin/11087

Warum überhaupt verschiedene BSSIDs und nicht nur eine?

Wenn man für mehrere Kanäle die gleichen BSSIDs verwendet, dann verbinden z.B. auch v3 und v8 miteinander (wurde bereits gesehen). Durch verschiedene BSSIDs können solche ansich unsinnige Verbindungen auf einer sehr niedrigen Ebene ausgeschlossen werden.

Zu beachtende Voraussetzungen

Der Standard 802.11 gibt vor, dass die ersten beiden übertragenen Bits der BSSID bei IBSS (Ad-hoc) immer 0 und 1 sein sollen. Die Bitreihenfolge ist klein -> groß. Daraus ergibt sich, dass in Hexadezimalschreibweise die zweite Stelle 2, 6, A oder E sein soll.

In der Diskussion "BSSID und Ad-Hoc" auf http://comments.gmane.org/gmane.org.freifunk.berlin/11087 wurde auf http://standards.ieee.org/getieee802/download/802.11-2007.pdf Abschnitt 7.1.3.3.3 zweiter Absatz verwiesen, wo dies zu finden ist.

Dort gibt es eine klare Vorgabe für IBSS (Ad-hoc): individual/group bit: 0 universal/local bit: 1

Demnach darf an zweiter Stelle der BSSID bei IBSS nur 2, 6, A oder E stehen.

Wo die beiden Bits zu finden sind und wie das Ganze zur hex-Version korreliert wird hier erklärt:

Standard Group MAC Addresses: A Tutorial Guide http://standards.ieee.org/develop/regauth/tut/macgrp.pdf

Demnach hat man ursprünglich einfach die Variante "02:" genommen und den Java-Platzhalter "CAFFEEBABE" angehängt.

Laut http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_WLAN_channels wurden in Japan im 5GHz-Band noch einmal die Nummern 7, 8, 9, 11 für 802.11 WLAN zugelassen.

Lösungsansätze

Kanal kodieren, aber Reihenfolge umstellen

Vorteile

Nachteile

Frequenz kodieren

Vorteile

Nachteile

Maximallösung

Dies Wäre Kanal/Frequenz + Polarisation

Bsp. für Maximallösung Kanal

CA:99:99:99:C1:36
||:|       :|->Kanalnummer
|| | 
|| |-> Frequenzband in MHz, dezimal
||
||-> E= horizontal, A= Vertikal, 2= Rechtsdrehend, 6= Linksdrehend
|-> C = Channel encoded

Bsp.:
Kanal  v13 = CA:00:24:00:C0:13
Kanal v136 = CA:00:50:00:C1:36

Bsp. für Maximallösung Frequenz

FA:CB:FF:FF:FF:FF
||:||:|->Mittenfrequenz in kHz, hex
|| ||
|| ||-> Kanalbreite in MHz, hex
||
||-> E= horizontal, A= Vertikal, 2= Rechtsdrehend, 6= Linksdrehend
|-> F = Frequency encoded

Bsp.:
Kanal  v13 = FA:14:00:25:B8:40
Kanal v136 = FA:14:00:56:AB:80

Kanalverteilung

L. Aaron Kaplan hat darauf hingewiesen, dass in Wien auf Ebene der BSSID die Polarisation kodiert ist. Dort ist man aufgrund einer sehr stark störenden Sendeanlage, die schon vor WLAN zugelassen wurde, gezwungen auf horizontale Polarisation auszuweichen. siehe: http://wiki.funkfeuer.at/index.php/Kanalwahl#Unsere_ssid_und_bssid

Unsere derzeitige Verteilung (Mo, 21. Februar 2011, 2:30, FreiFunk Firmware und erreichbar, 1Punkt=1Router):

v1  ............
v2
v3  ..............................................................
v4
v5  ............
v6
v7  ........
v8  ...
v9  .....................................
v10
v11 .......
v12
v13 .......................

h8  ...

Einige v3 verwenden bereits 03:CA:FF:EE:BA:BE

h8 verwendet derzeit 08:CA:FF:EE:BA:BE und v8 02:CA:FF:EE:BA:BE

v8 dürfte in kürze fast ganz verschwinden, da der Router in Mitteregg bald abgebaut wird (Stand: Februar 2011). Der Knoten juebaro (v8 oder v3 – nicht so einfach fest zu stellen, wenn nicht nicht erreichebar) ist seit einiger Zeit nicht mehr erreichbar und scheint nur noch selten auf seiner Gegenstation auf und das mit meistens 100% Paketverlust.

h8 = horizontal oder helix? http://wifi.router2.soundwork.ffgraz.net/cgi-bin-contact.html